Über den Marsch – Was ist der Marsch der Verbundenheit?

Der Marsch der Verbundenheit wurde im Jahr 2010 von Irmengrad Röhle (ehemals Vizepräsidentin für Betreuung und Fürsorge im Reservistenverband) initiiert, um in der Heimat ein Zeichen der Solidarität für die im Auslandseinsatz stehenden Soldaten zu setzen. 2016 wurde sie dafür von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ausgezeichnet.

Die Teilnehmer des jährlich stattfindenden Marsches tragen dieses Anliegen in die Öffentlichkeit. Auf Ihrem Weg treten sie in den Dialog mit Politik und Gesellschaft.

Auf jeder Etappe wird ein zwei Meter langes, gelbes Band mitgeführt, das von Teilnehmern und Offiziellen unterschrieben und am Ende einer Einheit übergeben wird, die in den Auslandseinsatz geht.

Dr. Hans Reichhart​ – Bayerischer Staatsminister für Bauen, Wohnen und Verkehr

Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft über den 10. Marsch der Verbundenheit übernommen, der vom 14. – 21. September 2019 in Schwaben stattfindet, und danke dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V., Bezirksgruppe Schwaben mit Unterstützung der Kreisgruppen Schwaben-Mitte und Schwaben-Nord, für die tolle Organisation dieser Veranstaltung.
Deutschland ist heute stärker denn je gefordert, Verantwortung in der Welt zu übernehmen und Risiken und Herausforderungen gemeinsam mit Partnern und Freunden aktiv zu begegnen. Sicherheits- und Verteidigungspolitik haben einen hohen Stellenwert, denn der Erhalt oder sogar erst die Schaffung von Frieden sind keine Selbstverständlichkeit in Zeiten zahlreicher Konflikte rund um den Erdball.
In diesem Kontext hat sich das Aufgabenspektrum unserer Bundeswehr verändert und vergrößert. Angesichts einer grundlegend gewandelten weltpolitischen Situation kommt ihr heute eine weitaus wichtigere Rolle zu. Ich bin froh, dass dies in Politik und Gesellschaft – von Ausnahmen abgesehen – erfreulicher Konsens ist.
Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten, aber auch den zahlreichen Reservisten und den Zivilbeschäftigten der Bundeswehr für ihren Einsatz im In- und Ausland. Ich selbst habe beim TrspBtl 220 meinen Grundwehrdienst abgeleistet und weiß, wie es in der Truppe zugeht. Sie alle haben unsere Solidarität und unsere Unterstützung verdient – der Marsch der Verbundenheit ist dafür sichtbares Zeichen!

Dr. Hans Reichhart

Dr. Klemens M. Brosig, Oberst d.R

Kameraden, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit dem 10. Marsch der Verbundenheit, den heuer die Kreisgruppen Schwaben-Nord und Schwaben-Mitte der Bezirksgruppe Schwaben organisiert haben, möchte der Reservistenverband Bayern die Bevölkerung um die moralische Unterstützung deutscher Soldatinnen und Soldaten bitten.
Vor allem aber wollen wir ein Zeichen gegen das Vergessen unserer Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen setzen, in die sie durch ein von uns gewähltes Parlament geschickt werden. Wie in all den vergangenen Jahren in allen Regierungsbezirken Bayerns möchten wir mit Persönlichkeiten, die in der Politik tätig sind, mit Soldatinnen und Soldaten und vor allem mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen.
Seit den Einsätzen der Bundeswehr im Ausland hat sich die „Gelbe Schleife“ in Deutschland zunehmend als Sinnbild für Solidarität und politisch unabhängige Verbundenheit mit den Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr etabliert. Sie ist Ausdruck von Empathie und dem Wunsch nach gesunder Rückkehr unserer Angehörigen, Freunde, Nachbarn und Mitmenschen.

Ich bedanke mich bei den Organisatoren aus​ den Kreisen, aus Bezirk und Land ganz herzlich für das große Engagement, damit dieser Marsch zustande gekommen ist. Allen Mitmarschierern wünsche ich viel Freude und verletzungsfreie Marschtage.

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Ihr Dr. Klemens M. Brosig

Wir, „die aktiven Mitmacher vor Ort“ freuen uns mit Ihnen auf den 10. Marsch der Verbundenheit 2019 in Bayerisch Schwaben.
Dieser Bereich entspricht den früheren Verteidigungskreisen 611 (Nordschwaben, Sitz Donauwörth) und 613 (Schwaben-Mitte, Sitz Augsburg). Der Reservistenverband hat diese Gliederung in Kreisgruppen beibehalten. Der Marsch der Verbundenheit 2019 verbindet vier ehemalige Standorte der Bundeswehr (Donauwörth, Günzburg, Leipheim, Augsburg) mit den aktuellen Standorten Dillingen (IT-Bataillon 292) und Lechfeld-Mitte (Technische Schule der Luftwaffe 1 und NATO-Flugplatz).

Der Abschlusstag ist in Landsberg (Start Welfenkaserne) eine Geste an Oberbayern. Denn der erste Marsch der Verbundenheit 2010 war die Strecke München-Lindau. Erstmals aktiv eingebunden ist der RegionalstabTA Süd des Lkdo Bayern (Lechfeld-Nord) und die RSU-Kompanie Schwaben. Ein Anliegen ist neben der Beteiligung aller interessierten gesellschaftlichen Kreise die Beachtung militärhistorischer und kulturhistorischer Belange. Dafür steht an allen acht Tagen eine angemessene Zeit zur Verfügung.

Am Abschlußtag gedenken wir – in Erinnerung an sehr dunkle Zeiten – den Zwangsarbeitern der nationalsozialistischen Diktatur in Landsberg. Heute sind die Ziele der Armee in Deutschland ganz andere: Die verkleinerte Parlamentsarmee Bundeswehr kann sich sehen lassen und erwartet unsere Arbeit als Mittler sowie die Solidarität der Gesellschaft…

Etappen der KrsGrp
Schwaben – Nord

 

14.-17. September 2019 – 1. bis 4. Etappe

Etappen der KrsGrp
Schwaben – Mitte

 

18. – 21. September 2019 – 5. bis 8. Etappe