Werner Schreck als Schießsportverantwortlicher der Kreisgruppe Schwaben-Nord im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr konnte zur jährlichen Informationsveranstaltung im Schützenhaus Riedlingen, neben den zahlreich anwesenden Vorsitzenden, Schießleitern der Reservistenarbeitsgemeinschaften (RAG) und am Schießsport interessierte Kameraden, auch Karl Lasch, den Fachbereichsleiter für Sicherheitsangelegenheiten beim Landratsamt Donau-Ries, den stellvertr. Landesschießsport-verantwortlichen Franz Burkhardt sowie nicht zuletzt den Kreisvorsitzenden Schwaben-Nord, Werner Wölfel begrüßen.

Den Ausführungen von Werner Schreck zum Schießsport in der Kreisgruppe Schwaben-Nord war zu entnehmen, dass 10.718 Mitglieder im Reservistenverband in Bayern, in Schwaben-Nord rund 400 Mitglieder in 10 RAG’en, Mitglied einer RAG Schießsport sind und dass das neue Nationale Waffenregister (NWR) unter gewissen Umständen auch Erleichterungen bieten kann. Ab 01.01.2014 wir eine neue Finanzordnung des Reservistenverbandes noch detaillierter Regeln, wie das Kassenwesen auch für die RAG Schießsport ausnahmslos Gültigkeit hat bzw. Anwendung findet. Eigene Waffen der RAG sind in jedem Fall weiterhin in einem Verzeichnis festzuhalten und müssen als Bestand im Revisionsbericht erscheinen, auch wenn keine eigene Kassenführung durch die RAG erfolgt.

Neuregelungen in der SportOrdnung (SpO) des Reservistenverbandes sind bindend. Dabei ist dringend zu beachten was die Ausstellung von Bedürfnissen und erweitertem Bedürfnissen anbelangt, dass Disziplinen nur nach der SpO geschossen werden dürfen, dass ein Ersthelfer (SanDienst) bei Schießveranstaltungen anwesend sein muss und dass sich vor allem der jährlichen Sicherheitsbelehrung (mit Eintrag ins Schießbuch)  alle Mitglieder der RAG zu unterziehen haben. Auch die Jahresmeldung mit Verbandsnummer ist dringend einzuhalten, nachdem das Bundesverwaltungsamt verständlicherweise genauestens kontrolliert.

Dem Vortrag von Karl Lasch, dem Fachbereichsleiter für Sicherheitsangelegenheiten beim Landratsamt Donau-Ries, hörten die Anwesenden gebannt zu. Seine Ausführungen zum Nationalen Waffenregister (NWR), einer Bundesdatenbank die durch die örtlichen Waffenbehörden zu pflegen sind, waren hochinteressant. Im NWR ist immer dann zu speichern, wenn in der Behörde etwas veranlasst wurde; zum Beispiel eine Waffenbesitzkarte oder sogar ein kleiner Waffenschein ausgestellt wird, oder wenn verantwortliche Personen sich ändern oder wegfallen. Für die Sicherheit wird zwischenzeitlich ein enormer Aufwand erforderlich, den bis 31.12.2017 müssen ausnahmslos alle örtlichen Behörden ihre Daten mit dem NWR abgleichen. An einem Beispiel erläuterte Karl Lasch, wie schwierig diese Angleichung sein kann: es gibt 20 verschiedene Kaliber 22; beim Kal. 9 mm (39), Pistole (17) sowie Kal. 3.08 (7). Bei der Munition 9×19 oder 9mm Para heißt jetzt die neue Bezeichnung 9 mm Luger.

Sollten aus früheren Genehmigungen nicht eindeutig entnommen werden können, um welches Kaliber es sich handelt oder eine Waffe nicht zweifelsfrei zugeordnet werden können, muss Schriftverkehr, in besonderen Einzelfällen sogar beim Waffenbesitzer vorgesprochen werden.

Bild u. Text::  Werner Wölfel