neben Gedenkfeier in Costermano auch militärhistorische Besichtigungen und Werksführung in der Marzadro-Grappa-Distilleria in Nogaredo durchgeführt

Der Kreisvorstand hatte sich zusammen mit seinem Vorsitzenden Werner Wölfel einmal was besonderes einfallen lassen; so waren 42 Reservisten einschließlich Busfahrer von den landschaftlich, schönen anmutigen Gardasee-Orten mit ihren verträumt scheinenden Altstädten, ihren verwitterten Castelli und idyllischen Hafenanlagen sehr beeindruckt.. Geografisch zwischen den Alpen und der Poebene gelegen, befindet sich der Gardasee in den landschaftlichen Regionen Trentino-Südtirol im Norden, mit seiner westlichen Ausdehnung in der Lombardei und im Osten in Venetien. Der italienisch-lässige Stil hat sich in einer Form erhalten, der das Ziel Lago di Garda noch immer zu einer der beliebtesten Urlaubsdestinationen im südlichen Europa prädestiniert.

Von der Anreise über Füssen, Fernpass und Nauders/Österreich mit Besichtigung der vollständig erhaltenen Festungsanlage Altösterreichs, Reschenpass, Bundesstrasse östlich Gardasee bis Rovereto Nord mit der Abfahrt in Nogaredo zur Marzadro-Distilleria mit Werksführung und Grappa-Verkostung, weiter über Nago, Torbelo neben Riva del Garda über Garda und Costermano nach San Zeno di Montagna waren die Teilnehmer sehr beeindruckt. So etwas hatten sich diejenigen, welche noch nie hier waren nicht vorstellen können – bei Temperaturen von 25 bis 36 Grad war das Wochenende mehr wie toll.

Dem größten deutschen Soldatenfriedhof in Costermano einen Besuch abzustatten, um bei einer Gedenkfeier mit der Niederlegung eines Blumengebindes der Gefallenen, Verstorbenen und Vermissten der Kriege, der in Auslandseinsätzen tötlich verunfallten Kameraden, sowie der Verstorbenen der Kreisgruppe zu gedenken, war für alle Teilnehmer eine vornehmliche Pflicht. Das Areal dieser Gedenkstätte erstreckt sich über drei Terassen; in den Kameradengräbern sind Namen der Gefallenen verzeichnet. Eine gigantische Aussicht auf den Gardasee, vom höchsten Punkt der Gedänkstätte, rundete den Besuch stilvoll ab.

Die weit über einstündige Schifffahrt von Garda mit halt in Bardolino und Lacise nach Sirmione eröffnete einen Ausblick der bei herrlichstem Sonnenschein und bestem Fernblick nicht besser hätte sein können.

In einem Stadtführer von Sirmione ist zu lesen: “schließen Sie die Augen und stellen Sie sich eine Gruppe Römer vor, die im antiken Thermalbad in den Grotten des Catull und auf den kalkigen Brandungsterassen an der Spitze der Halbinsel sitzen, sich körperlich ertüchtigen und fein pflegen (lassen) … . Hier ist alles vereint, seien es die Überreste einer römischen Villa, die antike Stadtmauer, die Zugbrücke und die neuheitlichen Angebote der exzellenten Küchen mit dem sehr freundlichen Service.

Den Abend lies man in Lacise ausklingen um in der Abenddämmerung in die Nacht hinein an der Piazza, in den heimeligen Plätzen oder engen Gassen, diese anmutende Schönheit bei einem Glas Rotwein zu geniessen.

Die nächtliche Heimfahrt über Bardolino, Garda und Costermone nach San Zeno di Montagna lies erahnen warum die Gäste und die Bevölkerung die Nähe des Sees suchten. Am Hotel angekommen hatte man sich noch viel zu erzählen, was der eine oder andere so gesehen und erlebt hatte – eben den Lago di Garda.

Die sonntägliche Heimfahrt am östlichen Seeufer entlang über Garda, Torbole, Nago nach Rovereto zur Besichtigung des Museo Storico italiano della Guerra-Rovereto (im Militärmuseum, welches sich als mächtige Festungsanlage über dem Stadthügel erhebt, der größten Sammlung ihrer Art in Italien, welche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, wird u. a. die Kriegsära vom 14. bis 20. Jahrhundert, äußerst umfassend dokumentiert),  Brennerautobahn über Europabrücke, Innsbruck Mittenwald, Schongau nach Donauwörth lies trotz regens bei so manchem Fernweh aufkommen.

Text und Bild: KrsVors Werner Wölfel